Businessplan Einzelhandel
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Businessplan Einzelhandel

Bärbel Meier will einen Geschenkeladen in ihrer Stadt eröffnen. Sie hat sich auf eine bestimmte Produktlinie spezialisiert. Lexware Businessplan hilft ihr dabei, ihre Unternehmensidee strukturiert und datengestützt zu erarbeiten. 
(Hinweis: Die im Beispiel gewählten Zahlen sind fiktiv).

Damit Dein Laden nicht zum Ladenhüter wird: Wichtiges für Einzelhändler

Du willst ein eigenes Geschäft eröffnen? Dann solltest Du im Vorfeld Deine Zielgruppe näher analysieren und auch den gewünschten Ort sowie die Wettbewerbssituation genau unter die Lupe nehmen. Gerade die Standortwahl spielt bei einem Einzelhandelsgeschäft eine große Rolle. Außerdem musst Du einige rechtliche Vorgaben beachten, wenn Du Dich im Einzelhandel selbstständig machen willst. Hier findest Du die wichtigsten Informationen. Setze Dich damit auseinander und schreibe erst danach Deinen Businessplan, wenn Du zum Beispiel einen Geschenkeladen eröffnen willst.

1. Branchen-Infos: Daten und Fakten zum Einzelhandel

Glückwunsch! Mit dem Einzelhandel hast Du Dir einen Bereich ausgesucht, der umsatzstark ist und jedes Jahr wächst. Laut Handelsverband Deutschland ist das Ansehen des Handels beim Kunden enorm gestiegen. Nachhaltigkeit, regionale Produkte, biologischer Anbau, Fair-Trade – darauf legt der Käufer heutzutage großen Wert.

Wichtig ist also: Gib Deinem Kunden Orientierung. Stich aus der Masse der Angebote hervor. Mit besonderen Leistungen, die Dein Geschäft, Deine Produkte und Dich von anderen abheben. Das wird sich herumsprechen. Mit Sicherheit! Mach Dich also schlau, wie es derzeit in der Einzelhandelsbranche aussieht, bevor Du den Businessplan schreibst.

Etwa 350.000 Einzelhandelsunternehmen erwirtschaften in Deutschland jährlich einen Umsatz von fast 500 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte davon geben wir für Nahrungsmittel und Co. aus. Einen großen Umsatzanteil nimmt also der Lebensmitteleinzelhandel ein – mit rund 60.000 Betrieben und drei Millionen Menschen. Nicht ganz wenig? Stimmt!

Einzelhandel – das ist der kleine Geschenkeladen in der Fußgängerzone genauso wie das Kaufhaus, der Gemüse- und Obsthändler und der Fachhandel im Internet. Dementsprechend schwankt die Höhe des Umsatzes, den Du mit Deinem eigenen Laden erwirtschaften kannst.

Wirst Du von dem, was Du mit Deinem Geschäft verdienst, leben können? Wie lange wird es in etwa dauern, bis Du Gewinn machst? Und wie überbrückst Du die Zeit bis dahin? Sich selbstständig zu machen mit einem eigenen Geschäft muss gut durchdacht sein. Orientiere Dich am Lexware Businessplan Muster Einzelhandel. Wir haben in unserer kostenlosen Vorlage die Gründung und die ersten drei Geschäftsjahre exemplarisch durchgespielt und erarbeitet.

2. Voraussetzungen für den Start in die Selbstständigkeit

Du willst Dein Geschäft auf eine solide Basis stellen? Gut so! Mit dem Businessplan für den Einzelhandel zeigen wir Dir, auf was Du alles achten musst, damit die Existenzgründung erfolgreich verläuft. Welche Voraussetzungen musst Du erfüllen, um Deinen eigenen Laden zu eröffnen? Was benötigst Du dafür?

Geduld, die Bereitschaft, mehr zu arbeiten als in einem Angestellten-Job, und einen starken Willen sind Grundvoraussetzungen. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind ebenfalls sehr wichtig. Falls Du nur über wenig kaufmännisches Vorwissen verfügst, ist es ratsam, dass Du Dich vorab erst einmal weiterbildest. Dabei unterstützt Dich Deine Industrie- und Handelskammer (IHK). Tipps zu einschlägigen Kursen geben auch Existenzgründungsberater.

Übrigens: Checklisten zur Preisfindung, Stundenverrechnung, Buchhaltung etc. stellt Dir das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in der Gründungswerkstatt  zur Verfügung.

Finde Deine Nische im Einzelhandel

Du willst Dein eigener Chef sein und Deinen eigenen Shop führen. Soweit so gut. Doch hast Du auch geprüft, ob es überhaupt eine Nachfrage für Deine Produkte gibt? Was willst Du verkaufen? Wer will es unbedingt haben? Und warum?

Wichtig ist, Dein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Was kannst Du besser als die anderen? Weshalb soll der Kunde ausgerechnet bei Dir kaufen? Was macht Dein Angebot einzigartig? Sobald Du eine lukrative Nische gefunden hast, kannst Du mit dem Businessplan loslegen und Dein Gründungsvorhaben näher ausarbeiten.

Neu gründen, Ladenlokal übernehmen oder Franchise-Nehmer werden?

Bist Du selbst kreativ und handwerklich begabt, um Deine Ladeneinrichtung pfiffig zu gestalten? Super! Beachte auch die baurechtlichen Voraussetzungen. Beispielsweise solltest Du eine Kundentoilette nicht vergessen.

Dein Geschäft neu einzurichten, ist allerdings die teuerste Variante der Existenzgründung. Gibt es einen Laden, den Du übernehmen kannst? Damit ist es gerade am Anfang leichter. Du musst nicht bei null mit der Kunden-Akquise beginnen, denn Die Kundschaft kennt den Shop bereits.

Ist Marketing nicht so Dein Ding? Dann prüfe, ob es ein Franchise-System gibt, das Du nutzen kannst. Franchise-Geber stellen Dir Marketingmaterial zur Verfügung. Allerdings musst Du dabei auch einige Bedingungen einhalten. Welche? Das ist verschieden. Einen bestimmten Anteil Deiner Einnahmen musst Du auf jeden Fall an den Franchise-Geber abführen. Prüfe die Konditionen genau, bevor Du unterschreibst.

Was sagt Dir am meisten zu? Stelle die Vor- und Nachteile gegenüber. Und wäge dann alle drei Möglichkeiten ab.

Formale und rechtliche Vorgaben

Eine Existenzgründung will gut durchdacht sein. Lass Dich vor Geschäftsstart beraten, zum Beispiel von der IHK. Danach musst Du erst einmal Dein Gewerbe anmelden und Dich als Kaufmann im Handelsregister eintragen lassen. Hast Du? Prima.

Vor allem bei der Preisauszeichnung im Einzelhandel gibt es einige Besonderheiten: Hast Du zum Beispiel Produkte, die Du in Schaufenstern oder Schaukästen zeigen möchtest? Hier muss der Preis durch Schilder oder Beschriftungen gut erkennbar sein. Wenn ein Produkt nicht direkt mit dem Preis gekennzeichnet ist, muss Du zumindest ein Preisverzeichnis parat haben. Entweder ist dies irgendwo fest angebracht oder es muss zumindest jederzeit von Deinen Kunden eingesehen werden können.

Informiere Dich ausführlich über dieses Thema. Die IHK hilft Dir dabei. Einen guten Artikel dazu findest Du zum Beispiel bei der IHK Frankfurt.

3. Tipps für Deinen Businessplan

Mach Dir über folgende Punkte Gedanken, bevor Du mit unserer Businessplan-Software loslegst:

Tipp Nr. 1:
Eine ausführliche Markt- und Standortanalyse hilft Dir bei der richtigen Positionierung.

Wie viele Mitbewerber gibt es in Deiner Stadt? Welche kennst Du? Wo liegen diese? Prüfe, welche Du im Internet findest. Recherchiere in Telefon- und Branchen-Büchern. Wer wirbt mit Kleinanzeigen? Oder im Internet mit Online-Anzeigen?

Eröffne Deinen Laden dort, wo die Menschen gut hinkommen. Wo sie oft daran vorbeilaufen. Gibt es eine Fußgängerzone? Suche hier nach geeigneten Räumen. Menschen, die durch die Innenstadt bummeln, nehmen sich Zeit für Schönes. Oder willst Du Deinen Laden außerhalb des Ortskerns eröffnen, um teure Laden-Mieten zu vermeiden. Na klar! Aber sei Dir bewusst, dass es dann länger dauern kann, eine größere Zahl an Menschen für Dein Angebot zu begeistern.

Sind Deine Produkte einzigartig? Achte darauf, dass die Konkurrenz nicht unmittelbar neben Dir einen Shop hat. Recherchiere außerdem:

Auf diese Weise erhältst Du ein Gesamtbild Deines geplanten Arbeitsumfeldes. Arbeite heraus, mit welchem Wettbewerb Du rechnest. Und erkläre im Businessplan Einzelhandel, wie Du Dich als Gründer mit Deiner Geschäftsidee von den Konkurrenten abgrenzt.

Tipp Nr. 2:
Setze auch auf E-Commerce, um Deinen Laden attraktiv zu machen.

Nutze die Chance, Deine Produkte vor Ort und im Web anzubieten. Denn immer mehr Menschen kaufen auch online ein. Verknüpfe am besten beide Absatzkanäle – den stationären Handel und das Online-Geschäft. Weitere hilfreiche Tipps zum E-Commerce findest Du beim Businessplan Online-Shop.

Tipp Nr. 3:
Achte auf eine genaue Finanzplanung, damit die Kasse später klingelt.

Wenn Du Dich selbstständig machen willst, brauchst Du Geld. Ohne geht es nicht. Logisch. Doch wie viel benötigst Du zu Beginn, um Deinen Shop zu eröffnen? Und wie viel für die ersten Jahre, um die Kosten tragen zu können und Engpässe zu überstehen? Nimm Dir Zeit, den Finanzteil Deines Businessplans detailliert auszuarbeiten.

Berechne Deinen Kapitalbedarf im Finanzplan lieber großzügig. Du wirst zu Beginn mehr Geld brauchen als Du denkst. Willst Du Deinen Laden ganz neu einrichten? Regale müssen her. Und ein Tresen. Vielleicht Kleiderständer? Hast Du an Lampen gedacht? Je nachdem, was Du anbieten willst, solltest Du auch eine Umkleidekabine einplanen. Deine Kunden werden sich freuen, wenn sie T-Shirts oder ähnliches nicht vor allen Leuten anprobieren müssen. Willst Du diese Gegenstände neu kaufen? Oder gebraucht?

Wenn Du einen Shop übernimmst, kannst Du meist eine Ablöse vereinbaren. Darüber hinaus benötigst Du auch Büro- und Verpackungsmaterialien. Und natürlich Waren. Sie werden entweder auf Kommission oder direkt gekauft. Du musst also in Vorkasse gehen.

Folgende Kosten können noch anfallen:

Schreibe alles auf, bevor Du gründest. Denke zudem an Deine privaten Kosten. Was brauchst Du zum Leben? Und um Deine Familie zu ernähren? Schaffe Dir so eine Übersicht über Deine gesamten Ausgaben. Anschließend stellst Du diesen die Einnahmen gegenüber, mit denen Du rechnest. Denke daran: In der Anfangsphase wird das weniger sein. Mit der Zeit steigt der Umsatz. Reicht er, um alle Rechnungen zu bezahlen? Kannst Du zusätzlich noch einen Gewinn erwirtschaften?

Tipp: Du kannst als Existenzgründer finanzielle Förderungen beantragen. Deine Hausbank informiert Dich gerne über die aktuellen Möglichkeiten und Konditionen. Auch die IHK, Förderinstitute und Gründungszentren beraten Dich. Frage daher am besten vor dem Erstellen des Businessplans im Einzelhandel, welches Förderprogramm für Dich passt.

4. Wichtige Anlaufstellen

Als Unternehmer im Einzelhandel musst Du bestimmte Richtlinien beachten und Genehmigungen einholen. Zu den wichtigsten Behörden zählen …

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