Businessplan Friseur
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Businessplan Friseur

Waschen, Schneiden, Föhnen, Kopfmassage, Seelenduft und Wohlfühlkick: Denise Wenzel möchte einen eigenen Friseursalon aufmachen und durch ihr spezielles Angebot den Kunden eine Auszeit aus dem stressigen Alltag bieten. Mit Lexware businessplan entwickelt Sie detailliert ihr Geschäftskonzept, um Banken und Behörden überzeugen zu können.
(Hinweis: Die gewählten Zahlen im Beispiel sind fiktiv).

Hochgesteckt und in Form gebracht: Tipps zur Existenzgründung im Friseur-Handwerk

Wie auf Wolken verlassen Deine Kunden den Salon. Top-gestylt und wohlduftend. Das willst Du mit einem eigenen Friseurladen erreichen? Super! Doch bevor Du Deinen Businessplan ausarbeitest, solltest Du die entsprechenden Voraussetzungen kennen.

1. Branchen-Infos: Daten und Fakten zum Friseurwesen

„Ich habe die Haare schön“: Im Vergleich zu früher gehen Frauen und Männer wesentlich öfter und regelmäßiger zum Friseur. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 80.000 Friseursalons. Doch während in den letzten 15 Jahren die Anzahl der Betriebe deutlich gestiegen ist, sind die Umsätze nicht im gleichen Maße nach oben gegangen. Ob Blondierung, satte Rot-Tönung, Dauerwelle oder freche Kurzhaarfrisur: Schönheit hat ihren Preis, aber in Grenzen. Knapp sieben Millionen Euro geben Friseur-Kunden pro Jahr aus. Weil schönes Haar kein Zufall sein soll.

Dabei spaltet sich die Branche in zwei BereicheEinzelsalons und Filialisten. Einzelsalons erwirtschaften überwiegend bis zu 250.000 Euro Umsatz netto, die Filialisten liegen meist darüber. Im Schnitt sind es rund 79.000 Euro Netto-Umsatz pro Jahr oder etwas mehr als 6.500 Euro pro Monat, die ein Friseursalon einnimmt. Vor allem gibt es zahlreiche kleine Betriebe mit weniger als 17.500 Euro Netto-Umsatz und mit weniger als fünf Mitarbeitern – die Kleinunternehmer. Da muss man schon haarscharf kalkulieren, um davon leben zu können.

Über kurz oder lang gilt: Wenn Du Dich mit einem eigenen Friseurbetrieb selbstständig machen willst, muss Dir klar sein, dass es durchaus auch haarige Zeiten geben kann. Der Wettkampf mit den Mitbewerbern um die schönste Haarpracht ist groß. Die Margen sind eher klein.

Überlege Dir daher sorgfältig, wie Du Dich von anderen unterscheiden kannst. Unser Businessplan Muster Friseur zeigt Dir, welche Punkte Du bereits vor Deiner Existenzgründung beachten solltest.

2. Voraussetzungen für die Existenzgründung

Grundsätzlich gilt: Die Arbeit als Friseur gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerksberufen. Für eine Existenzgründung brauchst Du zudem den Meisterbrief.

Du hast noch keinen Meisterabschluss und willst Dich trotzdem selbstständig machen? Auch das ist möglich, wenn Du einen Friseurmeister einstellst, der den Laden leitet. Die Behörden machen mitunter auch dann eine Ausnahme und gewähren die Selbstständigkeit, wenn Du …

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wenn Du einen reinen Herrensalon eröffnen willst, dann gibt es Sonderregelungen. Gleiches gilt, wenn Du darauf verzichtest, Chemikalien zu verwenden. Und um als mobiler Friseur zu arbeiten (sprich: wenn Du zu Deinen Kunden fährst und Ihnen dort die Haare schneidest), reicht in der Regel schon der Gesellen-Status aus. Aber Achtung: Für diese Art der Selbstständigkeit musst Du ein Reisegewerbe anmelden.

Deine Handwerkskammer vor Ort hilft Dir, die für Dich richtige Variante im Friseurwesen zu finden. Dort lässt Du auch Deinen Friseursalon in die Handwerksrolle eintragen. Hat alles geklappt? Prima! Anschließend meldest Du Dein Unternehmen beim zuständigen Gewerbeamt und beim Finanzamt an.

Das Gewerbeaufsichtsamt prüft vorab und in regelmäßigen Abständen, ob Du die baulichen Auflagen einhältst. Zudem kontrollieren das Veterinäramt und Gesundheitsamt fortlaufend, ob Du die Vorschriften des Lebensmittelrechts beachtest.

Als selbstständiger Friseur solltest Du außerdem Mitglied in der Berufsgenossenschaft werden, damit Deine Angestellten abgesichert sind, falls es einmal einen Unfall gibt sofern Du welche einstellen willst – siehe dazu auch „3. Tipps für Deinen Businessplan“)

Dir ist all das zu umständlich? Dann erkundige Dich, ob es in Deiner Region einen Franchise-Anbieter gibt. (Hinweis: Unter Geschäftsidee erfährst Du mehr zum Franchise-Modell). Auch die Übernahme eines bestehenden Salons ist eine Option, die Du prüfen solltest.

3. Tipps für Deinen Businessplan

Friseure gibt es viele. Wie kannst Du Dich von der großen Masse abheben? Achte bei der Ausarbeitung Deiner Geschäftsidee besonderes auf folgende Punkte:

Tipp Nr. 1:
Arbeite die Alleinstellungstellungsmerkmale Deines Friseurbetriebes deutlich heraus.

Warum sollen die Kunden ausgerechnet zu Dir kommen? Sind zum Beispiel Deine Hochsteckfrisuren besonders kreativ? Oder bist Du ein Spezialist für trendige Männer-Frisuren? Finde Deine Leidenschaft, die Dich von anderen Mitbewerbern unterscheidet. Erläutere im Businessplan, was Dich einzigartig macht.

Tipp Nr. 2:
Nimm Dir viel Zeit, um das Marketing rund um Deinen Friseursalon zu planen und im Businessplan kurz und knackig zu beschreiben.

Geschafft! Salon-Eröffnung! Endlich gehen die Türen auf. Doch … Es kommt kein Mensch. Nein, so schlimm wird es hoffentlich nicht werden bei Deinem Start. Denn Du hast Deine Freunde und Bekannte eingeladen. Richtig? Und wen noch? Wer hat noch von Deinem neuen Unternehmen erfahren und wie? Hast Du die lokalen Zeitungen informiert? Flyer verteilt? Anzeigen aufgegeben? In den lokalen Medien und online?

Du siehst: Es reicht nicht aus, „einfach da zu sein.“ Wenn Du bekannt und erfolgreich werden willst, musst Du Werbung in eigener Sache machen. Durchdenke also Dein Marketing, bevor Du Deinen Businessplan als Friseur im Detail erstellst.

Denke dir einen pfiffigen Namen für Deinen Friseursalon aus. Wie wäre es etwa mit „Haarmonie“, „Scherensache“ oder „Hairlich“?

Erarbeite eine Marketing-Strategie, die auch den Online-Bereich umfasst. Nutze die sozialen Medien. Mach Dich im Web sichtbar. Erzähle ein wenig über Dein Team, zeige Bilder vom Laden, nutze E-Mail-Marketing und Messenger-Marketing, um Kunden zu gewinnen und zu binden.

Denke dabei auch um die Ecke: Gibt es ein Café in der Nähe? Kooperiere mit diesem und biete Deinen Gästen einen Kaffee und ein Stück Kuchen an. So wird die Wartezeit bis zum Haarschnitt versüßt.

Tipp Nr. 3:
Kläre frühzeitig, ob und wie viele Mitarbeiter Du einstellen willst.

Ich schaffe das schon alleine. Meinst Du? Eine gewisse Zeit lang ist das wohl möglich. Auf die Dauer gesehen wahrscheinlich eher nicht. Keiner kann mehr oder weniger rund um die Uhr arbeiten. Jeder braucht Erholung und auch Urlaub. Suche Dir als Jungunternehmer daher zumindest einen Kollegen, der Dich vertreten kann. Oder im Idealfall mehrere Mitstreiter. Gute, engagierte Angestellte erleichtern den Berufsalltag. Und: Arbeiten im Team macht mehr Spaß als alleine.

Was sollten Deine Angestellten können? Welche Eigenschaften sollten sie mitbringen? Das Wichtigste ist sicherlich: Deine Mitstreiter sollten Spaß am Frisieren haben. Ganz wichtig ist aber auch, dass sie gerne mit Menschen arbeiten. Zusätzlich sollten sie ein Talent zum Verkaufen besitzen.

Tipp Nr. 4:
Auch für den Finanzplan bzw. Zahlenteil solltest Du dir ausreichend Zeit nehmen.

Wer glaubt, es sei ein Kinderspiel, sich selbstständig zu machen, der irrt. Beim Erstellen der Finanzplanung in Deinem Businessplan musst Du Einiges beachten. Du benötigst zum Beispiel Geld für

Zudem darfst Du nicht vergessen:

Liste alle Kosten auf. Dadurch erhältst Du eine Vorstellung davon, wie hoch die Gesamt-Ausgaben sein werden. Wie hoch müssen also die Einnahmen sein? Erst wenn Du über beide Bereiche einen Überblick hast, kannst Du Deine Preise festlegen, eine Umsatzplanung vornehmen und die Unternehmensentwicklung für die ersten Jahre kalkulieren. Setze Dir dabei möglichst realistische Ziele.

„Hui, so viel und so aufwändig“, denkst Du? Lass Dich nicht abschrecken! Übrigens: Existenzgründer erhalten finanzielle Förderungen. Vereinbare hierzu am besten eine persönliche Beratung bei Deiner Hausbank. Einen speziellen Gründungszuschuss kannst Du auch bei der Agentur für Arbeit beantragen. Informiere Dich, welches Förderprogramm für Dich in Frage kommt.

4. Wichtige Anlaufstellen

Formulare, Feinheiten, Fristen: Welches Amt ist für was zuständig?

Wie bereits in Punkt 2 („Voraussetzungen für die Existenzgründung“) näher dargelegt, benötigst Du als selbstständiger Friseur bestimmte Genehmigungen und Lizenzen. Hier findest Du eine Liste mit den wichtigsten Anlaufstellen:

  1. ZVDF – Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks: www.friseurhandwerk.de
  2. VDF – Verband Deutscher Friseurunternehmen e.V.: www.vdf-ev.de
  3. cat – Verband der Künste und Techniken der Friseure: www.catfriseure.com
  4. Intercoiffure Deutschland: www.intercoiffure.de
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