Businessplan Gastronomie
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Businessplan Gastronomie

Markus Krieger arbeitet seit vielen Jahren in der Gastronomie. Jetzt will er sein eigenes Restaurant eröffnen. Lexware Businessplan hilft ihm, die finanziellen Anforderungen in der Gastronomie abzuschätzen. So ist er für das Gespräch mit Kreditgebern bestens gewappnet.
(Hinweis: Die gewählten Zahlen im Beispiel sind fiktiv).

Hol Dir die Sterne vom Gastronomie-Himmel: So startest Du glanzvoll mit Deinem Restaurant

Du liebst es, Menschen kulinarisch zu verwöhnen und ihnen ein genussvolles Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Du siehst Dein eigenes Restaurant schon genau vor Dir? Wunderbar! Für den Sprung in die gastronomische Selbstständigkeit gibt es allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen. Mach Dich schlau. Schreibe erst danach den Businessplan für Dein Restaurant.

1. Branchen-Infos: Daten und Fakten zur Gastronomie

Es brodelt in der Gastronomie-Branche. Hier schießt ein neues Restaurant aus dem Boden, dort verschwindet eine Gaststätte nach kurzer Zeit. Du willst mit einem Restaurant oder Bistro Dein eigenes
Süppchen kochen? Dann sei Dir darüber im Klaren, dass die Konkurrenz sehr, sehr groß ist. Mehr als 150.000 Gastronomie-Betriebe buhlen in Deutschland um die Gaumengunst ihrer Kunden. Gegessen wird immer. Und gerne.

Laut DEHOGA erwirtschaften die Gastronomie-Betriebe hierzulande fast 44 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Und ein einzelnes Restaurant durchschnittlich 250.000 Euro jährlich. Die Gewinnmarge – also das Verhältnis von Nettogewinn zu Umsatz – liegt bei rund 16 Prozent.

Wenn Du Dir von diesem Kuchen ein großes Stück abschneiden möchtest, dann brauchst Du eine Nische. Oder zumindest glasklare Merkmale, die Dein Unternehmen von anderen abhebt. Um das zu erkennen
und festzuhalten hilft es, einen gut durchdachten, ausgereiften Businessplan für Dein Restaurant zu erstellen.

Gastronomische Kernkompetenzen sind die Grundvoraussetzung. Wer als Gastwirt Fuß fassen will, muss die eigenen Stärken und Alleinstellungsmerkmale in seinem Businessplan deutlich
hervorheben.

Mehr als 450.000 Personen sind in der Gastronomie beschäftigt. Natürlich prägst erst mal Du als Gründer Dein Restaurant. Und Deine Mitarbeiter in der Küche und im Service. Leidenschaft am Herd und den Töpfen ist das eine. Leidenschaft für die Gäste das Zweite. Und Leidenschaft, unternehmerisch zu agieren, also wirtschaftlich zu denken und zu handeln, das Dritte – und Wesentliche.

Unser Businessplan Muster für die Gastronomie zeigt Dir, mit welchen Punkten Du Dich vor Deiner
Existenzgründung befassen solltest.

2. Voraussetzungen für die Existenzgründung

Um ein Restaurant zu betreiben, solltest Du Dich als Gründer zunächst beim Gewerbeamt bzw. Ordnungsamt anmelden und Du benötigst eine Gaststättenerlaubnis – zumindest dann, wenn Du alkoholische Getränke verkaufst.

Das Gaststättenrecht ist Sache der Länder. Sie bestimmen also, welche Regeln wo gelten. In manchen Bundesländern braucht man keine Lizenz, um Alkohol ausschenken zu dürfen, in anderen schon. Hessen, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland und Thüringen verzichten auf die Lizenz. Allerdings muss der Ausschank immer im Zuge der Gewerbeanmeldung beantragt werden (Anzeigepflicht).

Für die Gaststättenkonzession musst Du in der Regel Deine persönliche Zuverlässigkeit und fachliche Eignung nachweisen. Zudem gelten bestimmte Anforderungen an die Räumlichkeiten. Besorge Dir folgende Unterlagen:


Für die persönliche Zuverlässigkeit

Für die fachliche Eignung

Anforderungen an die Räumlichkeiten


Mache Dich einzigartig! Recherchiere im Vorfeld, wer Deine Produkte bereits online anbietet. Suche Dir möglichst eine Nische mit wenig bzw. überschaubarer Konkurrenz. Und werde in dieser Nische zum besten und sichtbarsten Anbieter. Wie? Online-Marketing ist Dein wichtigstes Marketinginstrument.

Das Gewerbeaufsichtsamt prüft vorab und in regelmäßigen Abständen, ob Du die baulichen Auflagen einhältst. Zudem kontrollieren das Veterinäramt und Gesundheitsamt fortlaufend, ob Du die Vorschriften des Lebensmittelrechts beachtest.

Für Restaurants gelten noch weitere Vorschriften für den laufenden Betrieb, die Du aber schon vor Geschäftsstart kennen solltest:


Kümmere Dich frühzeitig um die richtigen Versicherungen

In Deinem Gastronomiebetrieb musst Du sorgfältig auf Hygiene und Lebensmittelsicherheit achten. Manchmal passiert trotz größter Sorgfalt ein Missgeschick. Ein Schaden bringt Dich schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Deine Existenz ist vielleicht gefährdet. Informiere Dich daher vor Deiner Existenzgründung über notwendige Versicherungen.

3. Tipps für Deinen Businessplan

Dann mal los: Leckere Pizza, ein paar Nudelgerichte, Tiramisu als Nachtisch – reicht doch, um ein Restaurant zu eröffnen, oder? Naja, nicht ganz.

Tipp Nr. 1:
Nimm Dir viel Zeit, um das Marketing rund um Deinen Gastronomie-Betrieb zu planen und im Businessplan kurz und knackig zu beschreiben.


Entwickle eine umfassende Marketing-Strategie, die sowohl den Offline- als auch den Online-Bereich
abdeckt. Denn Angebot und Nachfrage verändern sich in der Gastronomie-Branche rasant. Sieh Dir an, was Deine Mitbewerber machen. Entwickle daraus Dein eigenes Vorgehen.

Welche aktuellen Trends gibt es, die Du für Deine Geschäftsidee nutzen kannst? Heutzutage suchen die Kunden immer häufiger per Smartphone oder Tablet nach dem passenden Restaurant. Sie sehen sich Online-Bewertungen an und vergleichen. Überlege Dir: Wie willst du Deine Gaststätte im Internet bewerben? Durch eine eigene Website, einen Blog, durch Branchen-Einträge bei TripAdvisor, Yelp u. Co.? Durch einen pfiffigen Facebook-, Instagram- oder Snapchat-Auftritt? Informiere Dich auch über Online-Lieferdienste und -Bezahlsysteme. Macht das für Dich Sinn? Und vielleicht willst Du ja so weit gehen und eine eigene App für Dein Restaurant anbieten?

Übrigens: Im Zeitalter der sozialen Medien kannst Du Dir sicher sein, dass von Deiner Zielgruppe früher oder später auch einmal negative Bewertungen kommen werden. Und zwar für jeden lesbar. Mache Dir deshalb frühzeitig Gedanken darüber, wie Du auf kritische Kommentare am besten reagierst.

Überlege Dir gezielte Marketing-Aktionen. Zeige Dich, Deine Arbeitsweise und Deine Mitarbeiter. Mache Deine Gäste neugierig. Gestalte Deine Print-Flyer anders als Deine Mitbewerber. Und gib in Deinem Blog praktische Anleitungen, wie das ein oder andere Gericht nachgekocht werden kann.

Tipp Nr. 2:
Auch für den Finanzplan solltest Du Dir genügend Zeit nehmen.


Hast Du Geld angespart, um Dich mit Deinem Restaurant selbstständig zu machen? Glückwunsch! Das wird jedoch eher die Ausnahme sein. Was kannst Du also tun, um eine erfolgreiche Finanzplanung im Rahmen Deines Businessplans auf die Beine zu stellen?

Kannst Du ein bereits bestehendes Restaurant übernehmen? Sucht jemand einen Nachfolger? Gibt es Räume, die Du mieten oder pachten kannst, in denen bereits eine Küche oder Gasträume eingerichtet sind? Setze Dich auch mit den Vor- und Nachteilen eines Franchise-Konzepts auseinander (Hinweis: Unter Geschäftsidee erfährst Du mehr zum Franchise-Modell).

Lege Dich auf eine Brauerei oder bestimmte Getränkelieferanten fest. Oft geben dann auch diese einen Kredit odern investieren in das Restaurant. Gibt es private Geldgeber in Deinem Umfeld? Auch sog. „Business-Angels“ helfen bei der Finanzierung. Für Existenzgründer gibt es außerdem diverse staatliche Fördermittel.

Plane möglichst mit mehreren Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Setze Dich mit verschiedenen Darlehensarten auseinander. Eigenkapitalhilfe-Darlehen oder allgemeines Gründungsdarlehen mit günstigen Zinssätzen der KfW – was passt am besten? Falls Du Dir unsicher bist, lass Dich hierzu beraten.

Förderkredite laufen in der Regel über die Hausbank. Achtung: Das Gastgewerbe wird von Banken oft mit einem hohen Risiko bewertet. Deshalb hast Du nur mit einem sehr guten Konzept eine Chance, Geld für den Unternehmensstart zu bekommen.

4. Wichtige Anlaufstellen

Welches Amt ist für was zuständig, wenn Du ein Restaurant eröffnen willst? Blickst Du noch durch im Behördendschungel?

Wie bereits in Punkt 2 („Voraussetzungen für die Existenzgründung“) näher dargelegt, benötigst Du für eine Gründung bestimmte Genehmigungen und Lizenzen. Hier findest Du eine Liste mit den wichtigsten Anlaufstellen:

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